Biodiversität

Biodiversität ist die Vielfalt des Lebens auf den Ebenen der Ökosysteme (Lebensräume), der Arten (Tiere, Pflanzen, Pilze, Mikroorganismen) und der genetischen Vielfalt, also der Variabilität und Unterschiedlichkeit der Individuen einer Art.

Die naturräumliche Vielfalt der Schweiz (Höhenunterschiede, klimatische Gegensätze, Verschiedenartigkeit der Böden) fördert die Biodiversität. Andererseits hat die jahrhundertelange Nutzung durch den Menschen das Mosaik aus Wäldern, Offenland, Gewässern und Siedlungen massgeblich geprägt. Diese Vielfalt der Nutzungsarten begünstigt Flora und Fauna. Traditionelle Nutzungsformen wie Hochstamm-Obstgärten, Wytweiden, Wässermatten oder Trockenwiesen bestehen bis heute, nehmen aber stark ab.

Der Schutz der Biodiversität lässt sich bei Weitem nicht nur durch ethische und gesellschaftliche Überlegungen begründen, sondern auch durch wirtschaftliche. Intakte Ökosysteme erbringen wesentliche Dienstleistungen zugunsten der Gesellschaft. Ein Grossteil unserer Nahrungsmittel ist beispielsweise auf die Bestäubung von Insekten angewiesen. Weitere Dienstleistungen sind unter anderem die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser, die Regulierung von Schädlingen aber auch die Erholungsleistung von attraktiven Landschaften. Dazu kommen stabilisierende Effekte, welche Auswirkungen des Klimawandels mildern können.

Der Erhalt der Biodiversität wird in der Schweiz hauptsächlich durch das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) und über die kantonalen Natur- und Landschaftsschutzgesetze geregelt. Gemäss Bundesverfassung Art. 78 sind die Kantone für den Natur- und Heimatschutz zuständig.

Inhalte aktualisiert im September 2021.

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