Stoffe und Produkte

Stoffe und Produkte werden allgemein als Chemikalien bezeichnet. Chemikalien sind allgegenwärtig vorhanden, sei es als reine Stoffe, als Stoffgemische in chemischen Produkten oder als Bestandteile in Erzeugnissen und Gegenständen aller Art. Weit über 100'000 synthetische Stoffe befinden sich auf dem EU-Markt, dazu kommt eine noch grössere Anzahl von chemischen Produkten.

Chemikalien tangieren nahezu alle Bereiche des wirtschaftlichen und privaten Lebens, hauptsächlich die industriell-gewerbliche Verwendung, die Landwirtschaft, den Handel sowie auch die Verwendung durch Private.

Basierend auf dem Chemikaliengesetz und dem Umweltschutzgesetz regeln die Chemikalienverordnung (ChemV) und die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) hauptsächlich die Anforderungen an Stoffe und Produkte hinsichtlich der Schutzziele «Gesundheit» und «Umwelt»:

  • Hersteller und Importeure von Chemikalien müssen diese entsprechend der Gefährlichkeit einstufen, kennzeichnen und ein Sicherheitsdatenblatt erstellen.
  • Für den Handel bestehen für bestimmte gefährliche Chemikalien Abgabevorschriften.
  • Für zahlreiche Stoffe und Stoffgruppen, wie zum Beispiel Pflanzenschutzmittel, Wasch- und Reinigungsmittel, treibhauswirksame Stoffe und anderes, bestehen Beschränkungen und Verbote.
  • Bestimmte risikoreiche Anwendungen, wie zum Beispiel die beruflich-gewerbliche Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, Schädlingsbekämpfungsmitteln, Mitteln zur Desinfektion von Badewasser und anderes, sind bewilligungspflichtig (Fachbewilligung).

Da das schweizerische Chemikalienrecht seit 2005 mit dem entsprechenden EU-Recht harmonisiert ist, passt die Schweiz ihre Regelungen periodisch an die Entwicklungen in der EU an, unter anderem durch Übernahme neuer Beschränkungen und Verbote für Stoffe, die in der EU neu als «besonders besorgniserregend» erkannt werden. Die Anpassungen an das EU-Recht gewährleisten ein gleichbleibend hohes Schutzniveau des Umwelt- und Gesundheitsschutzes in der Schweiz.
 

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