Naturgefahren: Auswirkungen

Seit Menschengedenken ist die Region Basel immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht worden, wie beispielsweise vom Erdbeben im Jahr 1356 mit einer geschätzten Magnitude von 6,6. Auch heute verursachen Naturereignisse immer wieder grosse Schäden an Kulturland und Sachwerten oder sie fordern sogar Menschenleben.

Trotz stark verbesserten Schutzes vor Naturgefahren nimmt das Ausmass der Schäden bei Naturereignissen infolge der Nutzungsintensivierung, einer nicht angepassten Raumplanung und einer Häufung von Extremereignissen zu. Beispiele dafür sind die beiden Extremhochwasser im Sommer 2016 in der Gemeinde Muttenz. Im Hochwassersommer 2007 betrugen die Gebäudeschäden im Kanton Basel-Landschaft rund 50 Millionen Franken [1]. Dank geeigneter Prävention kamen in den letzten Jahren in der Region Basel kaum Menschen durch Naturgefahren zu Schaden.

Ausserordentliche Ereignisse bieten die Gelegenheit, die Ursachen und Auswirkungen solcher Ereignisse zu untersuchen. Somit können Lücken in den Gefahrengrundlagen erkannt und die Wirkung getroffener Schutzmassnahmen aufgezeigt werden. Ereignisanalysen bringen neue Erkenntnisse und zeigen, welche Lehren aus den Ereignissen für künftige Massnahmen im Umgang mit Naturgefahren gezogen werden können. Die Analysen bilden damit eine wichtige Grundlage für die Optimierung des integralen Risikomanagements.

Eine 100-prozentige Sicherheit vor Naturgefahren wird es nie geben können. Welche Risiken als tragbar erachtet werden, ist letztlich ein gesellschaftlicher Entscheid.

 

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