Klima: Zustand

Die globale Temperatur hat in den letzten 130 Jahren (1880 bis 2012) bereits um 0.85°C zugenommen [1]. In der Schweiz stieg die Jahresdurchschnittstemperatur seit Messbeginn im Jahr 1864 bis 2013 sogar um 1.7°C an. In der Schweiz ist somit ein stärkerer Temperaturanstieg zu verzeichnen, sowohl im Vergleich zum globalen Mittel als auch im Vergleich zur Landoberfläche der Nordhalbkugel. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Strömungen in der Atmosphäre und in den Ozeanen nicht in allen Regionen der Erde gleich sind [2].

Die Basler Klimareihe dokumentiert die Entwicklung der Temperatur in der Region Basel seit 1755. Sie ist damit eine der ältesten ununterbrochenen Messreihen Europas. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat die Jahresmitteltemperatur von 9°C auf heute gegen 11°C zugenommen [3].

In der Stadt verstärkt sich der Temperaturanstieg besonders in den Sommermonaten zusätzlich durch den Wärmeinseleffekt. Die Temperatur in einer Stadt kann bis 6 Kelvin höher liegen als im Umland. Dies zeigt sich an der Zahl der Hitzetage, welche deutlich zugenommen hat.

Im Gegenzug haben sich die Heizgradtage, als Mass für die Notwenigkeit im Winter zu heizen, seit 1962 um knapp 16% verringert (Stand 2016).