Klima: Auswirkungen

Die neuen Klimaszenarien CH2011 prognostizieren für die Schweiz gegenüber den Durchschnittswerten der Periode 1980 bis 2009 eine Erwärmung um 2,7 °C bis 4,8 °C bis Ende des 21. Jahrhunderts, wenn keine globalen Klimaschutzmassnahmen erfolgen. Mit Interventionsmassnahmen würde sich das Schweizer Klima zwar trotzdem erwärmen, jedoch deutlich geringer (1,2 °C bis 1,8 °C) [1].

Die Änderungen der Wärmebedingungen haben auch biologische und wirtschaftliche Folgen. So tritt heute der Beginn der Kirschenblüte zehn Tage früher ein als noch vor 60 Jahren. Dies zeigt, dass die zunehmende Jahresdurchschnittstemperatur auch Auswirkung auf die Vegetationsperiode hat und dadurch das Ökosystem massgeblich verändert wird.

Hochwasserhäufigkeit und -ausmass sind eng an klimatische Veränderungen gekoppelt. Die Niederschläge im Winterhalbjahr nahmen im Laufe des 20. Jahrhunderts im nördlichen und westlichen Alpenraum um 20 bis 30% zu. Die Häufigkeit intensiver Tagesniederschläge ist im Laufe des 20. Jahrhunderts bei den meisten Messstationen der Alpennordseite im Herbst und Winter um 15 bis 70% gestiegen [2].