Energie: Zustand

Am Gesamtenergieverbrauch und am Anteil der erneuerbaren Energie lassen sich die Entwicklungen im Energiebereich sowie die Wirkung der getroffenen Massnahmen am besten ablesen.

Trotz Bevölkerungszunahme und höherem Bruttoinlandprodukt (BIP) konnte der Energieverbrauch pro Kopf seit 1990 gesenkt werden. In beiden Kantonen hat die Effizienz (erzieltes BIP pro eingesetzte Energie) deutlich zugenommen. Verlagerungen von energieintensiven Betrieben an Standorte ausserhalb der Kantone können ebenfalls zu einer Energieeffizienzsteigerung führen, werden jedoch mit den hier verwendeten Indikatoren nicht abgebildet.

Die einzelnen Energieträger entwickelten sich unterschiedlich: Der Verbrauch von Heizöl nimmt seit 1990 markant ab. Zwischenzeitlich konnte eine Substitution durch Erdgas festgestellt werden. Aber auch der Gasverbrauch nimmt nach einem Höhepunkt um das Jahr 2002 inzwischen wieder ab.

Der Stromverbrauch stieg bis 2010 (Basel-Stadt) bzw. 2012 (Basel-Landschaft) noch konstant an. In den letzten Jahren zeichnet sich jedoch in beiden Kantonen ein Rückgang ab, sowohl beim absoluten Stromverbrauch wie auch beim Verbrauch pro Einwohner. Der Verbrauch von Treibstoffen verzeichnete bis zum Jahr 2000 noch einen starken Anstieg. In Basel-Stadt ist der Verbrauch seither in etwa konstant, in Baselland sinkt er mit einer Rate von ca. 0.5 % pro Jahr. Der Wärmeenergieverbrauch sinkt jährlich in beiden Kantonen um ca. 0.4 %.

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energie sinkt die Abhängigkeit von importierter Energie. Dazu tragen Strom aus Wasserkraft, Sonne und Wärmekraftkopplungsanlagen sowie die Nutzung von Biomasse wie Holz und Umweltwärme (Wärmepumpen) bei.