Energie: Massnahmen

Die Massnahmen der Kantone im Energiebereich konzentrieren sich auf die Definition und Prüfung von energetischen Bauvorschriften und auf Fördermassnahmen. Weitere Massnahmen sind die Unterstützung der öffentlichen Energieberatungen, welche durch die Energiedienstleister EBM, EBL und IWB durchgeführt werden, sowie die Angebote für Aus- und Weiterbildung und die Beratung von Gemeinden.

Der Heizwärmebedarf der seit dem Jahr 2010 bewilligten Neubauten beträgt im Durchschnitt ca. drei Liter Heizöläquivalente respektive 30 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Dieser Wert liegt weit unter jenem vor Inkrafttreten der Energiegesetze. Bis Anfang der 1980er-Jahre lag der Durchschnitt bei ca. 15 Liter Heizöläquivalenten pro Quadratmeter. Jährlich werden rund 800 Baueingaben für Neubauten in Basel-Landschaft [1] respektive 50 in Basel-Stadt [2] bewilligt.

Bauten im Standard Minergie-P oder Minergie-A unterschreiten die gesetzlich geforderten Werte deutlich und haben deshalb Vorbildcharakter. Ihr Anteil wächst seit ca. 2009 stark an, auch dank namhafter Förderbeiträge in beiden Kantonen.

Zu den neuen erneuerbaren Energieträgern zählen Solar- und Windenergie, Umweltwärme und Energie aus Biomasse. Sie werden nach wie vor kontinuierlich ausgebaut. Ihr Anteil hat sich seit 1990 stetig erhöht. Der markante Anstieg in den Jahren 2010 und 2012 im Kanton Basel-Landschaft ist unter anderem auf die vermehrte Nutzung von Umweltwärme durch Wärmepumpen zurückzuführen, hat aber hauptsächlich mit dem Zubau von Photovoltaikanlagen zu tun, die durch entsprechende Förderprogramme unterstützt wurden.

Wird der Strom aus Wasserkraft von ausserhalb der Kantonsgrenzen dazugezählt, hat der Anteil der erneuerbaren Energie am Gesamtverbrauch zugenommen. Dazu haben neben der Energiepreisentwicklung insbesondere zwei Massnahmen beigetragen: Einerseits die Fördermassnahmen für Anlagen, die auf erneuerbarer Energie basieren. Andererseits die gesetzliche Anforderung, dass mindestens 50 % des Warmwasserbedarfs durch erneuerbare Energie gedeckt werden müssen.

Die bislang getroffenen Massnahmen zeigen klar Wirkung. Gemessen an der eher trägen Zustandsänderung sind aber weitere Massnahmen notwendig. Dazu zählen Effizienzmassnahmen insbesondere im Gebäudebestand und die Substitution fossiler durch erneuerbare Energieträger in Gebäuden sowie im Verkehr.